Die WHO und die E-Zigaretten

Also… Erstens sind es keine E-Zigaretten, sondern Dampfgeräte. Dies mal so vorweggenommen.

 

Und genau diese Geräte möchte die WHO doch nun bitte möglichst scharf regulieren. Dazu dieser Artikel aus dem Spiegel

  • E-Zigaretten sollen nicht an Minderjährige verkauft werden dürfen. <– Dazu gibt es nichts zu sagen, ist ja wohl selbstverständlich
  • Die Rauchverbote, die für herkömmliche Zigaretten gelten, sollen auch bei E-Zigaretten greifen, solange nicht belegt ist, dass der Dampf für Umstehende ungefährlich ist. <– Damit hab ich prinzipiell auch kein Problem, solange die Verbote aufgehoben werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Dampfgeräte unschädlich für Umstehende sind.
  • Werbung für E-Zigaretten, auch in Form von Sponsoring, soll stark eingeschränkt oder komplett verboten werden. <– Dann sollte aber auch Werbung für echte Zigaretten verboten werden.
  • Falls Werbung erlaubt ist, soll mindestens genannt werden, ob das Produkt Nikotin enthält. Außerdem soll die Werbung keine Nichtraucher und insbesondere keine Jugendlichen ansprechen. <– Auch hier sollte man Alkohol- und normale Tabakwerbung also auch nochmals Prüfen.
  • Hersteller sollen nicht mit Aussagen zum gesundheitlichen Nutzen der E-Zigarette als Hilfsmittel beim Rauchstopp werben dürfen, solange dies nicht belegt ist. <– Ich kenne keinen Hersteller, der Dampfgeräte als Hilfsmittel beim Rauchstopp verkauft. Das wäre falsch.
  • E-Zigaretten sollen so gestaltet sein, dass sie möglichst wenig giftige Emissionen verursachen. Falls sie Nikotin enthalten, sollen Kunden genau darüber informiert werden, in welcher Dosis es vorhanden ist. <– Nikotingehalt ist normalerweise angegeben. Zu den Emissionen: Zigaretten verursachen mehr…
  • Solange noch unklar ist, ob Liquids mit fruchtigen, süßen oder alkoholischen Geschmacksrichtungen insbesondere Jugendliche ansprechen, sollen diese Produkte verboten werden. <– Solange noch unklar ist, ob Alcopops mit fruchtigen, süssen Geschmacksrichtungen insbesondere Jugendliche ansprechen, sollen diese Produkte verboten werden. Merkt Ihr selbst, ne?
  • E-Zigaretten sollten Warnhinweise enthalten. Thematisiert werden sollte die Nikotinsucht, mögliche Irritationen an Augen, Nase und Atemwegen sowie vermutete schädliche Effekte in der Schwangerschaft. <– Okay, von mir aus. (Sind übrigens auf den Liquids die ich habe drauf)
  • Zum Schutz vor Lobbyinteressen sollten sich alle Gesetzgeber darüber klar sein, dass Tabakkonzerne und von ihnen finanzierte Gruppierungen keine Partner in Fragen der öffentlichen Gesundheit sind, schreibt die WHO. <– Mit diesen Regelungen, die teilweise weitergehen als die Verbote für normale Zigaretten macht die WHO klar, dass sie die Tabakkonzerne lieber nicht verärgern möchte.

  Laut dem Bericht findet sich im Dampf von E-Zigaretten meist eine deutlich geringe Konzentration krebserregender Stoffe als in herkömmlichen Zigaretten. Trotzdem sind schädliche Stoffe enthalten, sodass wahrscheinlich weder aktives noch passives Dampfen völlig unschädlich ist. Der Dampf von E-Zigaretten und ähnlichen Produkten sei eben nicht einfach nur Wasserdampf, wie das die Hersteller gerne behaupteten, schreibt die WHO. Stimmt, im Dampf von E-Zigaretten befinden sich Aromen, (manchmal) Nikotin, Propylenglykol. Letzteres findet man normalerweise auch in Nebelmaschinen von Clubs, Konzerten usw. 

Abschliessend ist zu sagen, dass ich Rauche und Dampfe.

 

Foto: Mirko Waltermann

Posted in Allgemein, Leben, Politik.

igwigg

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