Die Geschichte von Curunir

Ein (mittlerweile) uralter Text, der entstanden ist nach einer Rollenspielrunde. Leider ging die Geschichte nie weiter. 

Als er das kleine Gewicht auf seiner Nase verspürt, erwacht er urplötzlich aus seinem Tiefschlaf.
Noch ganz benommen versucht er den Schmetterling, welcher gerade auf seine Nase geschissen hat, zu zerklatschen. Aber das Tierchen ist einfach viel zu schnell für ihn.

Wie er noch so dasitzt und sich über den Schmetterling (Welcher übrigens zur Art der Scheissfalter ( Lepidopterae Merdae) gehört) ärgert, hört er plötzlich ein lautes Brüllen und noch bevor er richtig aufgestanden ist, fällt auch schon ein Löwe über ihn her.
Der Halbelb kann einem tödlichen Prankenhieb noch gerade knapp ausweichen und zieht dabei blitzschnell einen Pfeil aus seinem Köcher. Dem Löwen scheint das jedoch relativ egal zu sein, da er mit seinem offenen Maul versucht den Kopf seines Opfers zu packen. Curunir wartet den Angriff ab und stösst dem Tier den Pfeil mit Wucht in den Rachen. Der Löwe röchelt kurz was Unverständliches und bricht dann tot über dem Halbling zusammen.

Dieser will gerade unter dem Tier hervorkriechen, als plötzlich ein zweiter Löwe, genauer gesagt eine Löwin, sich auf den Ersten stellt und nun ihrerseits versucht, an Curunir heranzukommen.
Der Halbelb spürt, wie seine Rippen unter dem Gewicht langsam ihren Zusammenhalt verlieren und versucht den Angriffen der Löwin zu entkommen in dem er ihren Hieben, mangels alternativen, mit dem Kopf auszuweichen versucht.

Just in dem Moment als er schon mit dem Gedanken spielt, aufzugeben, bricht neben ihm irgendetwas aus dem Wald und die Löwin sackt tödlich getroffen zusammen. Das ist definitiv zuviel für die Rippen Curunirs und er spürt wie mindestens vier davon gequetscht werden. Leise stöhnend dreht er seinen Kopf zu der echsenähnlichen Gestalt, die sich neben ihm aufstellt, und fragt gequält:“Könntest du mir mal die Löwen runternehmen?“
Die Echse fackelt nicht lange herum und schiebt die tote Löwin zur Seite. Curunir kriecht nun mit der Hilfe des Fremden unter dem anderen toten Tier hervor und richtet sich nun zum ersten mal zu seiner vollen Grösse auf.

Nachdem der Fremde sich vorgestellt hat und nebenbei noch das Fünfliterfässchen Met von Curunir mehr oder weniger in einem Zug geleert hat, beginnen die Beiden nach Holz zu suchen um das Löwenfleisch zu braten. Jedoch sind sämtliche Materialien zu nass um zu brennen, so dass Curunir schon aufgeben will und wütend gegen einen Baum tritt.
Als der Halbelb den Baum genauer betrachtet fällt ihm ein, dass die Rinde dieser Birke brennt, auch wenn sie feucht ist. Er versucht ein Stück davon herauszubrechen, was ihm aber aufgrund mangelnder Kraft nicht gelingt. Kurzentschlossen berichtet er Romor von seiner Entdeckung. Dieser stapft durch das Gehölz zum Baum, macht mit seinem Daumennagel einen Riss in das Holz und schält dann die Rinde mit einer schnellen Bewegung von der Pflanze, welche nun einen relativ nackten Eindruck macht und vor Scham am liebsten im Boden versinken würde, wenn es denn könnte.

Zurück bei den beiden Löwenkadavern beginnt Romor ein Feuer zu entzünden, während Curunir dem einen Tier mit einem scharfen Pfeil Fleischsstücke herausschneidet. Nachdem Curunir sein Fleischsstück aufs Feuer gelegt hat, fragt ihn Romor :“ Wer bist du, woher stammst du und vorallem: Was machst du hier?“
Der Angesprochene blickt nachdenklich ins Feuer und antwortet langsam:“Mein Name ist Curunir, Sohn eines Menschen und einer Elbin… Aber woher ich genau komme und was ich hier mache, weiss ich selber auch nicht. Ich bin hier aufgewacht, nachdem mir ein Schmetterling auf die Nase geschissen hat.“ – „Die Beule hast du aber nicht vom Schmetterling oder?“ Curunir langt sich kurz an den Kopf um dann erschrocken zu seinem Gegenüber zu schauen:“Nein, aber jetzt weiss ich wenigstens woher meine Kopfschmerzen kommen. Es muss mich wohl jemand ausgeraubt haben“ er fröstelt,“Mir ist kalt, hast du nichts zum Anziehen dabei?“
Das Echsenwesen wirft einen Blick in den Rucksack um dann den Kopf zu schütteln, „Nein, aber ich habe eine Idee, wie du dich wenigstens ein bisschen warm halten kannst“ Romor springt auf und beginnt dem einen Löwen das Fell abzuziehen. Als sein Werk vollendet ist, wirft er das noch blutige Fell zum Halbelben und meint:“Es riecht nach frischem Blut, es könnte andere Raubtiere anziehen, aber so schlimm wäre das auch nicht, dann habe ich etwas zu tun.“ Curunir grinst müde und legt sich das Fell um die Schultern.

Nachdem Curunir wieder zu Kräften gekommen ist, macht sich das ungleiche Paar auf die Suche nach einem Weg.
Urplötzlich erinnert sich der Halbelb wieder an ein kleines Detail:“Romor, ich weiss jetzt wieder, dass ich von New California nach New York wollte.“ – „Dann werden wir wieder….“ Er bricht den Satz ab, weil er gerade von einem drachenähnlichen Tier angefallen wurde, welches jetzt wie ein Hündchen versucht sein Gesicht mit einer riesigen Zunge abzulecken.
Curunir schaut dem Vorgang belustigt zu und sieht, wie sich Romor nach einigen Fehlversuchen endlich von dem Wesen befreien kann und sich zu ihm umdreht:“Darf ich vorstellen, dieses „kleine“ Tierchen heisst Nocturn und ist mein treuer Begleiter.“
Nocturn schnüffelt kurz an Curunir und wendet sich dann ab um seinem Meister zu folgen, der seinen Weg weiterstapft.

Nach kurzer Zeit erreichen die drei Wanderer einen Weg. Curunir, der im Besitz von grossem Wissen über die Astrologie ist blickt an den Sternenhimmel und meint:“ Nach links müsste man New York erreichen, nach rechts führt der Weg nach New California.“ – „Dann werden wir nach Rechts gehen, wenn du hier lagst, dürfte New California nicht allzuweit weg sein.“ Der Halbling will schon Einwand erheben, merkt aber dann, dass dies wohl nicht viel bewirken würde und zottelt darum ohne ein Wort hinter Romor und Nocturn her.

Eine kurze Zeit laufen sie den Weg entlang, ohne dass ihnen Irgendjemand begegnet oder ein Zwischenfall ihre Reise unterbrechen würde.
Doch plötzlich steht ein Riese vor ihnen auf dem Weg und versperrt ihnen den Durchgang.
Romor tritt vor und versucht sich mit der grossen Gestalt zu verständigen:“öy du, lass uns durch“ – keine Reaktion. Er versucht es erneut:“G0 4w4y, d00f3r 730773L“ – über dem Riesen erscheint ein grosses gelbes Fragezeichen zum Zeichen, dass er nichts versteht. Nach etlichen Versuchen, richtet nun auch Curunir sein Wort an den Riesen:“!nereissap nethcöm dnu rerednaW dnis riW“ – Ohne Erfolg. Curunir verwirft schon die Hände und will sich abwenden, als der Riese plötzlich beginnt Handzeichen zu machen und den Wanderern klar macht, dass er sie jetzt ausrauben werde und sie sich gefälligst nicht wehren sollen.

Der Halbelb zieht gerade einen Pfeil aus dem Köcher, als ihm Nocturn grinsend (Jedenfalls hält Curunir den Gesichtsausdruck für ein Grinsen) auf die Schulter tippt und ihn mit einem Kopfschütteln von einem unüberlegten Angriff abhält und ihm symbolisiert, er solle Romor die Arbeit machen lassen. Curunir lässt den Pfeil wieder verschwinden und schaut zu, wie sein Begleiter und der Riese sich einen kurzen aber heftigen Kampf liefern.

Als der Riese pulverisiert ist, springt urplötzlich ein Zwerg aus einem Gebüsch und beginnt zu motzen:“Was fällt euch Brutalos ein, meinen Freund zu töten? Nun bin ich ganz alleine, das werdet ihr…“ PLONK! – Nocturn hat sich das Ganze nicht anhören können und verpasste dem Nervtöter einen Schlag von oben auf den Kopf. Der Zwerg hat dadurch nun die Ausmasse von einem Regalbrett (H:2cm, B:60cm T:40cm) und liegt nun platt wie eine Flunder auf dem Weg. Romor grinst zufrieden:“So, wer jetzt einen Zwergentisch braucht, muss da nur noch vier Stützen hinmachen und fertig ist das Möbelstück.“
Lachend gehen die drei weiter und legen wiederum eine relativ ereignislose Strecke zurück, auf derer sie nur einmal von weitem einen Wolf hören und Nocturn wuchtig eine Schneise in den Wald fegt, beim Versuch ein Reh zu fangen (Welches er anscheinend auch erwischte, weil man den Kopf von dem Vieh über die Bäume fliegen sah)

Nicht weit von New California, hören die Drei plötzlich eine Eule. „Schuhuu, Schuhuuu“. Romor überlegt nicht lange, nimmt sich einen Stein, zielt und wirft „Schuhuu, Schu….“ PLUMPS! – Nocturn sprintet los und wälzt sich durch das Gebüsch in die Richtung, in der die Eule wohl getroffen wurde und vom Baum fiel.
Bei seiner Rückkehr sehen die beiden Wartenden, dass dem „Haustierchen“ eine Feder an der Nase klebt, die Nocturn aber durch kurzes Schnauben durch die Luft segeln lässt. Doch wer nun dachte, dass dies die letzte Eule war, irrt sich gewaltig. Urplötzlich rufen drei Eulen „Schuhuu, Schuhuu“ eine davon scheint ein wenig weiter weg zu sein, und die Beiden anderen gleich auf dem nächsten Baum. „Schuhuu, Schuhuu“. Wieder nimmt Romor einen Stein auf und diesmal tut es ihm Curunir gleich. Romors Schuss geht weit daneben was die Eulen mit einem Schadenfrohen „Schuhuuuu, Schuhuuuu“ bewerten. Während Robor nun eine Handvoll Steine aufhebt Zielt Curunir und wirft seinen Stein so, dass er einen Flügel streift, was zur Folge hat, dass die Eulen mit einem entrüsteten „Schuhuu“ davonfliegen und Romor seine Steine einfach gegen den Baum wirft.
„Die Viecher nerven gewaltig“ grummelt Romor während sie weitermarschieren und immer wieder das „Schuhuu, Schuhuuu“ hören, welches sich interessanterweise ständig entfernt, näherkommt und wieder entfernt.
„Ja, du hast recht… Was mich wundert ist, dass sich das Vieh extrem schnell fliegen muss, wenn es da ständig von einer anderen Distanz ruft.. Irgendwie ist das seltsam…“
(Was die Beiden hier nicht wissen können, dem Leser aber bestimmt bekannt ist: Es handelt sich hier nicht um eine normale Eule sondern um den Hundsgemeinen Nervuhu, welcher die Fähigkeit hat, die Lautstärke seiner Stimme so zu verändern, dass sie sich anhört wie wenn er weit weg ist, oder auch ganz nah, ohne dass das Tier sich von der Stelle bewegen muss.)

Jetzt kommen die Stadttore von New California in Sichtweite und Nocturn tippt seinem Meister auf die Schulter und zeigt irgend in eine Richtung. Romors:“Ja geh nur, in der Stadt werden wir auch ohne dich klarkommen.“ Auf diese Worte verschwindet Nocturn in der Dunkelheit und ist schnell aus dem Sichtfeld der beiden Anderen.
Auf seinem Weg ins Unbekannte hört er noch ganz nah „Schuhuu, Schuhuuu“ und bleibt stehn um nach dem Tier zu suchen. Aber ob er es erwischt ist eine andere Geschichte, weshalb wir uns nun wieder unseren zwei Wanderern anschliessen, welche gerade ans Tor klopfen.

Nach mehrmaligen Klopfen und Rufen ohne dass jemand geöffnet hätte, rülpst Romor einmal ganz trotzig worauf sich im Tor ein kleines Schiebefensterchen öffnet und ein rotnäsiger Mensch herausblickt. „Wasch  gib*hicks*ts?“ – „Habt ihr in diesem Kaff noch Platz in der Schenke für zwei Wanderer?“ – „Ne*hicks*… Nein *rülps* wir hapen allesch foll hier *hick* hier im unscheres Schenke“ – „Wer ist hier voller? Die Schenke oder du?“ fragt Romor mit einem bedrohlichen Unterton in der Stimme nach. Worauf dann das Gesicht plötzlich verschwindet und ein anderer Mann herausblickt „Verzeiht meinen Kollegen. Er hat wiedermal vor der Wachablösung getrunken… Ihr wisst ja, Alkis und so… Und wenn der dann natürlich vor der Schicht saufen geht, dann ist dann Schicht im Schacht…“ – Romor grinst:“Weichei! Aber sag mir, hats in der Schenke noch Platz für uns zwei?“ – „Aber natürlich! Moment, ich öffne Euch das Tor.“
Das Fensterchen wird wieder geschlossen, und man hört einen Fluch, als wahrscheinlich der Betrunkene vom Nüchternen weggeschoben wird. Dann endlich öffnen sich die Torflügel und geben den Weg für Curunir und Romor frei, welche dann auch sofort eintreten.

Nachdem sie den Torwächter nach dem Weg gefragt haben, begeben sich die Beiden auf direktem Weg in die Schenke, wo sie sich an die Theke setzen, hinter welcher eine Frau steht, die auf den ersten Blick überhaupt nicht wie eine Frau aussieht. Mit ihren Körpermassen gleicht sie eher einem kleinen Oger, und der Flaum in ihrem Gesicht tut das seinige zu diesem Bild dazu. Von Ekel gepackt bestellt Romor zwanzig Liter Met, worauf das Mannsweib mit mächtigem Getrampel in das Hinterzimmer verschwindet und mit hässlicher Stimme zu irgendjemandem sagt:“LOS! Da draussen sind zwei Gäste! Der Eine hat gerade 20 Liter Met bestellt, beeil dich ein bisschen! UND WEHE WENN DU WIEDER WAS AUSLEERST BEIM REINTRAGEN!“
Curunir, der beim Erdbeben, welches durch das Getrampel von der Frau ausgelöst wurde, vom Stuhl kippte, steht gerade wieder auf und setzt sich, als ein kleines Männchen mit dem 20Liter Horn hinter der Theke erscheint.
Romor fragt den kleinen:“Du, wie schaffst du das nur unter der zu arbeiten? Die hätte ich schon lange umgebracht.“ – „Ich hätte doch keine Chance gegen die… Zudem kann ich doch nicht meine Frau umbringen…“ – „DEINE FRAU??????“ Romor schaut das Männlein mit offenem Mund an „Wie kannst du nur mit so einer zusammensein??“ – „Naja… Sie ist halt so gut im Bett…“
Im gleichen Moment hört man vom oberen Stock eine hässliche Stimme:“PAPAA! ICH HAB DURST!“
Die Vorstellung, dass die Beiden noch eine Tochter haben ist nun definitiv selbst für den Assasinen zuviel. Romor übergibt sich während Curunir seinen Kopf einzieht um davon nicht getroffen zu werden.
Kurz darauf erscheint die Kugel… Pardon… Die Frau aus dem Zimmerchen und drückt ihrem Mann einen Putzlappen in die Hand. „Los geh aufputzen!“
Und während das Männlein dies macht, bestellt sich Curunir einen Liter Met und versinkt in seinen Gedanken.

Neben ihm diskutieren das Mannsweib und Romor über irgendetwas, aber Curunir hört nicht wirklich zu, da er immer noch versucht sich zu erinnern, was mit ihm passiert ist.

Nachdem Curunir sein Horn geleert hat, fragt er die Wirtin:“Entschuldigen Sie, was kostets denn?“ – „Nichts, ich habe mit Eurem Begleiter ausgemacht, dass er für mich als Türsteher arbeitet und Sie sein lebende Schutzschild sind. Von daher geht alles aufs Haus. Auch wenn Ihr Ausrüstung benötigt, könnt Ihr das auf meine Rechnung setzen.“ – „Ah sehr gut, das finde ich überaus praktisch. Aber nun möchte ich gerne Schlafen gehn, wo befinden sich denn die Zimmer?“ Die Wirtin zeigt mit dem Finger auf die Treppe „Da oben links. Aber wehe Sie gehen ins rechte Zimmer! Dort ist nämlich meine Tochter!“
Der Halbelb bedankt sich während er sich die Tochter von dem Mannsweib bildhaft vorstellt ‚ wenn die genau so schlimm aussieht, wie sie sich anhört, werde ich bestimmt nicht so dämlich sein, dort ins Zimmer zu gehen… ‚.
Oben angekommen schaut er noch einmal nachdenklich die Zimmertür auf der rechten Seite an und öffnet dann kurzentschlossen die linke Tür und legt sich dort im Zimmer ins Bett.

Er muss nicht lange warten und schon übermannt ihn der Schlaf. Und der schenkt ihm die grässlichsten Albträume, von dicken Frauen mit Bärten, die sich an ihn ranschmeissen und ihn vernaschen wollen, was ihnen dann durch Magie gelingt. Schweissgebadet und schreiend erwacht der gepeinigte Halbling und bleibt erstmal im Bett sitzen. Aber das Gestöhne liegt ihm immernoch in den Ohren. Während er noch versucht ganz wach zu werden, bemerkt er, dass dieses Stöhnen nicht von seiner Fantasie stammt, sondern durch die Tür zu hören ist.
Noch ein wenig schlaftrunken wankt Curunir zum Zimmer hinaus und stellt fest, dass es aus dem Zimmer gegenüber zu kommen scheint.
Nach kurzem Zögern öffnet er die Tür, welche aber gleich darauf mit Schwung wieder geschlossen wird, was zur Folge hat, dass Curunir in hohem Bogen an die Wand knallt und dort eine Weile kleben bleibt.

Derweil verlässt ein grinsender und anscheinend sehr zufriedener Romor das Zimmer und poltert die Treppe runter. Curunir blickt ihm ungläubig nach, während er langsam die Wand herunterrutscht und auf dem Boden zu sitzen kommt.
Kurz darauf dringt Kampflärm an sein Ohr, weshalb er flink ins Zimmer huscht und seinen Bogen holt, um einzugreifen, wenn es nötig wird.

Als er jedoch die Treppe heruntergestolpert kommt, sieht er, dass Romor das Problem schon behoben hat und einen Ork am Hals hochhält.
Just in dem Moment als der Ork Curunir sieht und etwas nuschelt, knallt Romors Faust mit einer solchen Wucht an den Orkkopf, dass dieser sogleich in einem merkwürdigen Winkel am Körper hängen bleibt.
Curunir springt vor und schnauzt die Echse an:“Spinnst du? Er schien mich zu kennen und hat irgendetwas sagen wollen… Nun können wir wohl vergessen, herauszufinden, was mit mir geschehen ist.“
„Keine Sorge junger Elb..“ – „Halbelb, wenn ich bitten darf“ Antwortet Curunir der Wirtin, die gerade zur Tür hereinkam. „Na gut, dann halt Halbelb… Um ihn zu befragen, muss man ihn nur wiederbeleben.“ Worauf Romor meint:“Ja warum eigentlich nicht?? Ich habe da noch so ein Buch dabei,  in dem der Zauber steht. Das Problem ist nur, der Zauber ist zu kompliziert für mich, ich krieg ihn einfach nicht in meinen Kopf rein.“ – „Das ist kein Problem. Meine Tochter kann den bestimmt lernen. Die befasst sich ein wenig mit Magie. KLOTHIIIILDEE, KOMM RUNTER, ES GIBT ZU TUN!“

Während Curunir und Romor das Pfeifen aus den Ohren zu schütteln versuchen, kommt die Tochter der Wirtin die Treppe runter, bekleidet mit einem Hauch von Nichts, rauscht sie an Curunir vorbei, dessen Mund weit offensteht und der Sabber auf den Boden tropft. Verführerisch lächelt sie Romor an und meint:“Noch ’ne Runde mein Schatz?“ (Wer sich jetzt eine liebliche Stimme vorstellt, die das Herzen jedes Mannes höherschlagen lässt, liegt falsch! Die Dame hört sich an wie schlecht geölte Türangeln im Duett mit einer Handkreissäge!)
Als Antwort schmeisst Romor ihr das Zauberbuch in die Hand und sagt:“Nicht jetzt, hier mach mal!“ Klothilde blickt kurz auf den Titel des Buches und meint dann:“Was will ich denn damit? Das kann ich schon“  Romor zeigt auf den Ork:“Dann mach halt direkt!“
Sie schaut die Leiche kurz an, spricht irgendwas unverständliches und pustet dreimal ins Gesicht des Orks, worauf dieser wieder zu atmen beginnt, erschrocken zu Curunir blickt und wieder etwas nuschelt, was keiner der Anwesenden versteht.

 

Foto: Luke Hayfield

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igwigg

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