Qualitätsjournalismus ist anders liebe 20 Minuten!

Hin und wieder kommt es vor, dass Gratiszeitungen wie die 20 Minuten Berichte veröffentlichen, die schlecht oder gar nicht (wie im aktuellen Fall) recherchiert wurden.


Der Betreffende Artikel in der 20 Minuten Zeitschrift, hat aber nicht nur zur Folge, dass die Leute falsch informiert werden, sondern ist zudem noch ziemlich pietätslos.
Aus diesem Grund hat die Familie Machbar einen offenen Brief an die lokalen Medien verfasst:

Guten Tag Herr Holzer (Praktikant bei 20 Min.),

Wie sie sicher einigen lokalen Medien entnehmen konnten, hat ihre Glaubwürdigkeit, sowie auch die des „20 Minuten“ seit dem Erscheinen des Artikels (Märchens?) über Mücke am 14.12. extrem gelitten.
(Siehe: www.20min.ch/schweiz/bern/story/Randstaendiger-stirbt-auf-der-gasse-12896585)

Ist dies der „journalistische“ Standard der 20 Minuten?

Bedeutet „Recherche“ den erstbesten Passanten über einen Menschen zu befragen, und dessen Aussagen als haltlosen Aufhänger für einen an den Haaren herbeigezogenen „Bericht“ zu verwenden?

Wir fordern im Namen aller Freunde von Mücke (die wenigsten davon sind Alkoholiker!) eine Entschuldigung und eine Richtigstellung!
Es ist pietätlos, eine derart schlecht rechechierte, reisserische Story über einen Verstorbenen zu publizieren.

Dies wird ihnen nicht ihre hübsche Adventsgeschichte liefern!

u.A.w.g. Familie Machbar (seine Freunde und Mitbewohner)

Kontakt: 0xx xyz yz yz

Wir werden keine Fakten per Mail oder Telefon liefern, höchstens persönlich! (Nur bei RaBe machen wir eine Ausnahme)

Dies ist ein offener Brief.

Dieser Brief soll nicht nur 20 Minuten, sondern alle Medien dazu aufrufen, besser zu Recherchieren bevor ein Bericht erstellt wird. Ist es nicht Eure Aufgabe, uns zu Informieren? Macht dies doch bitte richtig und vorallem mit Taktgefühl!

Update:
Hier noch der Bericht von Telebärn, in welchem (im Gegensatz zum ursprünglichen Artikel von 20Minuten) die Wahrheit gesagt wird: Telebärn News vom 14.12.

2. Update:
Ich habe gerade bemerkt, dass 20 Minuten den Artikel abgeändert hat. Eine Entschuldigung ist jedoch nachwievor nicht eingetroffen.

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igwigg

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