Was lange währt…

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Long time ago… So könnte man die Story beginnen. Sie handelt von Einem, der Auszog, einen neuen Job zu finden.

 

Prinzipiell macht mir mein momentaner Beruf spass. Es ist einer dieser Berufe, bei denen man herumreist, Kontakt mit Verschiedensten Menschen hat und viel frische Luft atmen kann.

Aber wie so üblich hat auch diese Arbeit ihre Schattenseiten. Und damit sind weder die langen Arbeitstage, noch das schlechte Wetter gemeint.

Wenn man pro Tag rund zwölf bis vierzehn Stunden arbeitet und trotzdem nur knapp 100 Franken verdient (häufig auch weniger), wird es schwierig, finanziell über die Runden zu kommen.

Dies war dann auch mein Hauptbewegungsgrund, weshalb ich im Januar damit begann, eine neue Stelle zu suchen.

Viele Absagen später, als mich mein Mut schon fast verlassen hatte, kam im März der langersehnte Anruf. Ich solle doch bitte an ein Vorstellungsgespräch kommen. In Lausanne. Auf Französisch.

Ich so: Oui, mais volontier!

Also ging ich. Und das ganze Gespräch wurde tatsächlich fremdsprachig geführt.
Ehrlich gesagt: ich dachte mir, dass ich von denen nie mehr was hören würde. Aber kurze Zeit später wurde ich zu einem zweiten Gespräch eingeladen. Diesmal sollte es auf Deutsch geführt werden.

Und so stand ich am fünften März in Biel.Und das Gespräch wurde mit den Worten beendet: „wir werden uns in der nächsten Woche bei Ihnen melden.“ (Ob die Anzugsträger wohl wissen, dass es aus deren Mund ein wenig unbeeindruckt klang?).

Item… Ich also ab nach Hause. Und noch am selben Tag kam DER ANRUF!

„Der Vertrag wird Ihnen in den nächsten zwei Wochen zugestellt, wir würden uns über Ihre Unterschrift freuen.“

Ja, und da bin ich jetzt. Sitze auf glühenden Kohlen und renne jeden Morgen zum Briefkasten, um die ersehnte Lieferung so schnell wie möglich in Empfang nehmen zu können.

Denn jetzt fehlt nur noch meine Unterschrift, dann kann ich im Mai in eine neue berufliche Zukunft starten und bei normalen Arbeitszeiten beim Kundendienst eines bekannten Telekommunikationsunternehmens meine Brötchen verdienen.

Wer weiss, vielleicht ruft einer von Euch ja plötzlich bei mir an.

Dann werden Sie also dann geholfen! Imfall!

Veröffentlicht in Beruf, Leben.

igwigg

Der, der hier hin und wieder mal Dinge hinschreibt.

6 Kommentare

  1. cool gratuliere. auf franz ein ganzes bewerbungsgespräch und du hast das überlebt – das find ich „sprachenkrüppel“ beeindruckend.

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